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Zeitschrift für Arabische Linguistik, 42 (2003)

Ein arabischer Text aus dem Wadi Ram/Jordanien – Bestandsaufnahme alltäglicher sprachlicher Verwirrung am Beispiel eines beduinischen Sprechers

1. Aufnahme und Gewährsmann


Die vorliegende Aufnahme entstand am 4. Juli 1998 vor dem Haus von 'Abdallah 'Awwad 'Eid az-Zalabiya im Dorf Ram. Das Dorf Ram liegt im gleichnamigen Wadi Ram, im äußersten Süden Jordaniens, etwa 40 Wüstenkilometer vor der Grenze zu Saudiarabien. Das Dorf wird mehrheitlich von Zalabiya bewohnt. Neben den Zalabiya wohnen auch Zuwayda und Swaylihiyin hier. Alle drei Stämme gehören zu den Howeitat.
Ram ist der Ausgangspunkt für Touristenexkursionen in die Gegend, die zum Pflichtprogramm des Reisenden gehört. Graffiti und andere archäologische Funde lassen auf eine Besiedelung seit früher Steinzeit schließen. Ebenso war die Gegend von den Nabatäern bewohnt. Grund für die dauerhafte Besiedelung sind sicherlich vor allem die reichlichen Wasservorkommen, die auf die geologischen Gegebenheiten zurückzuführen sind. Die Berge, die sich bis neunhundert Meter erheben, bestehen aus Sandstein (obere Schicht) und Granit (untere Schicht).
Regenwasser sickert durch den permeablen Sandstein und tritt am Übergang zu den Granitschichten aus. Dadurch entstehen Quellen in einiger Höhe. Die Beduinen nennen die Gegend al-Hisma, es handelt sich dabei um das Land südlich des Ras an-Naqab (Negev) bis zur saudiarabischen Grenze. Das Wadi Ram ist von beeindruckender Schönheit und sicherlich eine Reise wert. Das Dorf Ram ist eine typisch beduinische Ansiedlung von erschütternder ästhetischer Kargheit. Im Dorf dreht sich alles um den Tourismus, Hunderte klappriger Pickups suchen nach Gästen, die einen kurzen Trip in die Wüste machen wollen. Lediglich die Existenz der sogenannten Genossenschaft bringt einigermaßen Ordnung in das Touristengeschäft. Dennoch ist der Besucher, der sich für die Belange der Leute interessiert, herzlich willkommen. Und so sehr das Leben in Ram auf den ersten Blick vom Kampf um den Dollar geprägt ist, so wenig bekommt man dies zu spüren, wenn man zu Gast bei den Beduinen ist. Obwohl die Sedentisierungsbemühungen im Königreich fast zur vollständigen Sesshaftigkeit der Beduinen geführt haben, finden sich nicht wenige Angehörige vor allem der Zalabiya noch immer im Inneren der Wüste, und leben dort noch in traditionellen Zelten.

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© Oile, 2004